Wer zahlt den Polterabend alles

Wer zahlt den Polterabend – Polterabend Bezahlung

Wer zahlt den Polterabend – Die Bezahlung für Polterer

Wer zahlt den Polterabend eigentlich? Diese Frage stellt sich jedes Brautpaar, die Antworten fallen regional unterschiedlich aus. Eine weit verbreitete Auffassung unterstellt, dass der Polterabend die Braut und den Bräutigam gar nichts kosten dürfe. Lediglich durch den traditionellen Verkauf von Scherzartikeln sollten sie ihren Teil zur Kasse beitragen. Das Ansprechen der Braut- und Bräutigameltern wird mancherorts praktiziert und ist anderswo tabu: Schliesslich kommen die Eltern in der Regel für den grössten Teil der Hochzeitskosten auf.

Was kostet denn der Polterabend?

Natürlich: Vor der Frage, wer das bezahlen soll, steht die Frage nach den generellen Kosten. Diese sind pauschal wirklich kaum zu benennen. Es kommt immer darauf an, was die Polterrunde plant. Da viele Brautpaare ein Polterteam beauftragen oder auch von diesem mit dem Polterabend überrascht werden, liegt immerhin eine Planung vor. Das Team muss bedenken: Wer bezahlt den Polterabend, wie viel Geld dürfte zusammenkommen und welche Unternehmungen können wir daher starten? Welche Utensilien können wir einkaufen? Eine ungefähre Orientierung liefert die folgende Liste:

  • Lustige T-Shirts kann es schon ab CHF 15,- pro Stück geben.
  • Eine Stretchlimo kostet bei kurzer Fahrt ab CHF 349,- (eine Stunde).
  • Speisen und Getränke sind günstig im Grosseinkauf zu beschaffen.
  • Der Tabledance kann vielleicht für unter CHF 100,- gebucht werden – davon hat die ganze Truppe etwas. Stripperinnen und Stripper sind teurer, aber die gehören eher auf den JunggesellInnenabschied als auf einen Polterabend.
  • Eine Location kann im eigenen Ort vielleicht schon ab CHF 200,- reserviert werden – damit hättet Ihr einen kleinen Saal für Euch allein. Noch günstiger ist meistens das Vereinshaus der Freiwilligen Feuerwehr zu buchen.

Übernehmen Freunde die Kosten für den Polterabend?

Einige der anfallenden Kosten übernehmen üblicherweise die engsten Freunde. Das betrifft unter anderem so etwas wie den Tabledance, die Stretchlimo, die T-Shirts und das Gros der Speisen und Getränke. Alternativ bringt jeder Poltergast etwas Geld mit, was sich auf der Poltereinladung als kleiner Hinweis vermerken lässt. Braut und Bräutigam werden dennoch in die übliche Pflicht genommen: Sie müssen ein paar Franken dazu verdienen.

Einnahmequellen am Polterabend

Die Braut und der Bräutigam müssen am Polterabend Aufgaben erledigen, Spiele veranstalten und vor allem Verkaufsaktionen starten. Damit tragen sie ihren Teil zur Polterabendkasse bei. Das eingenommene Geld kann unmittelbar für Getränke oder den Eintritt in die Tabledance-Bar verwendet werden. Am beliebtesten sind Verkaufsaktionen, die auch das meiste Geld einbringen. Der Bauchladen ist der absolute Klassiker, Braut und Bräutigam können damit Scherzartikel und – wiederum ein Klassiker – Kondome an Passanten verkaufen. Teilweise kommen auf diese Weise beträchtliche Beträge zusammen. Die Braut kann sich gern als Rosenverkäuferin betätigen, was ebenfalls als ungemein erfolgsträchtig gilt. Ein Verkaufsschlager ohnegleichen ist allerdings der Bussi-Verkauf durch die Braut. Wer sie als Passant zart auf die Wange küssen darf, zahlt dafür mindestens einen Franken und bei viel Freude an dieser Beschäftigung auch mehr. Noch eine Variante wäre der Lösli-Verkauf, zu dem natürlich Scherzpreise gehören. Einige Brautpaare bieten in der Fussgängerzone auch Hand- und Fussmassagen an.

Wie halten es die Brautpaare mit den Kosten für den Polterabend?

Die Spiele und Verkaufsaktionen werden zwar traditionell durchgeführt, für handfeste Polter Einnahmen bitten aber die meisten Brautpaare um kleine Spenden von den Gästen. Das sind entweder ein paar Franken oder auch Speisen und Getränke, zum Beispiel ein Salat, etwas Brot oder eine Kiste Bier. Daher wird kaum jemals ein Brautpaar von den Kosten für den Polterabend erschlagen.